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Sonntag, 26. August 2012

Claudia222 Jewells "Utopia" in Cloud Party

In einem Artikel auf New World Notes habe ich gelesen, dass Claudia222 Jewell in Cloud Party eine Insel gestaltet hat. Da die Installationen von Claudia in Second Life wirklich sehenswert sind (oder waren), habe ich mir heute ihre aktuelle Arbeit in Cloud Party mal angesehen.


Meine bisherigen Besuche in Cloud Party waren noch nicht besonders aufregend. Die Sandboxen sind chaotisch, die Wohninseln eher langweilig und viele neue Inseln haben lediglich die Standard Burg-Bebauung, die man als Startthema auswählen kann. Das was Claudia jetzt dort geschaffen hat, dürfte bisher ziemlich einmalig sein. Und es zeigt klar das von vielen schon angesprochene Potential, das in Cloud Party technisch schlummert.


Nach Aufruf des direkten Weblinks zu "Utopia", dauerte es recht lange, bis die Insel geladen wird. Das liegt sicher an den vielen komplexen Mesh-Modellen, deren Download in den Browser einige Megabyte groß sein dürfte. Dafür war dann aber nach dem Ladevorgang bei mir sofort alles sichtbar, nachdem mein Avatar auf der Insel auftauchte. Ja, der Avatar - da sollten die Entwickler von Cloud Party wirklich noch dran arbeiten. Denn in Claudias Installation wirkt der Avatar, wie Spongebob Schwammkopf in einem Ridley Scott Film.


Utopia ist eine sogenannte Private Insel mit einer Größe von 100 x 100 Metern. Das ist zwar relativ klein, aber gerade bei dieser Installation kommt das gar nicht so schlecht. Denn dadurch wirkt alles atmosphärisch dichter und man muss auch nicht viel rumlaufen, um sich das ansehen zu können.

Während die meisten Leute sowohl in SL, als auch in Cloud Party vornehmlich etwas aus der realen Welt nachbauen, führen Claudias Installationen den Besucher immer in die Welt der Fantasie und des Surrealen. Das macht eine Besichtigung für mich stets zum Erlebnistrip.


Wie auf meinen Bildern vielleicht zu erkennen ist, sehen die Mesh Arbeiten von Claudia in Cloud Party ein Stück besser aus, als in Second Life. Denn hier gibt es schon das Materialsystem mit Normal- und Specular-Maps, das in SL erst in den kommenden Monaten eingeführt wird. Dadurch wirken die Oberflächen einiger Texturen sehr organisch und haben diesen schimmernden Effekt von feuchter Echsenhaut. Ich hoffe, dass das kommende Materialsystem von SL eine ähnliche Qualität haben wird.

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Ein weiterer Pluspunkt von Cloud Party ist das Animationssystem für Objekte. Damit lassen sich beliebige Meshes auf eine Art animieren, wie wir sie vom Avatar aus Second Life her kennen. Also weiche Bewegungen bei gleichzeitiger Verformung der Objektoberfläche. Den schwebenden Riesenkaulquappen, die auf einigen meiner Bilder zu sehen sind, wurde damit praktisch Leben eingehaucht. Und wenn man direkt davorsteht, dann kommen die schon ziemlich beeindruckend.


Um Cloud Party nicht zu sehr über den Klee zu loben: Es gibt auch noch Dinge, die mir absolut nicht gefallen. Neben dem oben schon erwähnten Avatar, ist da noch die Kamera-Funktion. Einen Zoom über Alt + Maustaste wie in SL, funktioniert hier nicht. Man kann lediglich mit dem Mausrad etwas weiter weg vom Avatar zoomen und dann bei gedrückter linker Maustaste die Kamera drehen und schwenken.

Ebenfalls möglich ist es, in den eigenen Avatar hinein zu zoomen und die Umgebung aus der Ego-Perspektive anzusehen. Die Foto-App der Benutzeroberfläche kann noch etwas mehr, allerdings steht das Speichern der Bilder für anonym eingeloggte Nutzer nicht zur Verfügung. Die Alternative über Facebook kommt für mich jedoch nicht in Frage.


Für meine Bilder habe ich mir dann so ausgeholfen, dass ich mit Doppelklick immer auf Objekte teleportiert bin, die in der Nähe meines gewünschten Motivs waren. Von dort habe ich dann in der Ego-Perspektive (Mouselook) die Kamera eingestellt, bis es einigermaßen passte. Leider kann man mit dem Avatar auch nicht fliegen, was die Sache bei Fotos etwas erleichtern würde.


Einen Besuch von Utopia kann ich trotzdem nur jedem empfehlen, der schon Claudias Arbeiten in SL gerne angesehen hat. Und auch technisch Interessierte, die mal die Möglichkeiten von Cloud Party sehen wollen, sollten dort kurz vorbeischauen. Es ist ja nur einen Browserklick weit entfernt. Das ist sowieso das Erstaunlichste: Da läuft eine 3D-Umgebung, in der ich mich individuell bewegen kann und die grafisch wirklich beeindruckt, in einer Registerkarte meines Webbrowsers. Und das Ganze auch noch, ohne dass mein Rechner dabei groß beansprucht wird, denn die Lüfter von CPU und Grafikkarte bleiben bei mir ruhig.


Für den Zugang zu Cloud Party benötigt man einen Browser mit WebGL-Unterstützung. Googles Chrome oder der aktuelle Firefox von Mozilla sind dazu gut geeignet. Wenn man das erste Mal einloggt, ist der Schatten deaktiviert. Der ist zwar nicht besonders ausgefeilt, aber auf Utopia sollte man ihn aktivieren. Das geht über das kleine Smartphone Symbol in der oberen rechten Ecke. Und dann bei den Apps auf > Settings > Graphics > Shadows = "true" einstellen.

>> Weblink zu Claudia222 Jewells "Utopia"

Meine Berichte über Claudias Installationen in Second Life:
>> Simtipp: "Spirit" auf Art Screamer
>> Simtipp: Mesh Mellows
>> Simtipp: Die Kinder von 'Parallel Worlds'

Kommentare:

  1. Whow,..bin hin und weg :-)
    danke für die wunderschönen beeindruckenden Impressionen,Maddy :-)

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  2. LyAvain Swansong26. August 2012 um 12:58

    Danke für den tollen Bericht. Ich hatte mir die Cloud auch schon angeguckt und war ziemlich beeindruckt, was da schon grafisch möglich ist.

    Liebe Grüsse
    Ly

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  3. Ich war auch auf der Sim gewesen :) Stimmt, der Avatar sind im vergleich zur Installation nicht gerade toll und mit der Kamera, das wäre auch noch zu verbessern. Nun ja Cloud hat für mich einen großen Vorteil, es könnte ja nach und nach dinge von SL übernehmen, eigene Dinge einführen und Benutzerfreundlicher werden.

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  4. Soweit ich gelesen habe, wird der Avatar gerade völlig überarbeitet und soll dann auch wesentlich besser werden als der jetzige. Auch die Kamera soll demnächst noch verbessert werden.

    Was aber auf Cloud Party nicht gehen wird, ist zum Beispiel ein großes Meer, wie die Blake Sea in SL. Also Segeln oder mit einem Flugzeug fliegen, lässt sich mit dem Konzept der einzelnen Clouds meiner Meinung nach nicht umsetzen.

    Trotzdem ist die Entwicklung von Cloud Party interessant, vor allem, weil man eben aus dem Browser dort einloggen kann. Jetzt müssten sie nur noch einen Avatar-Account außerhalb von Facebook zulassen, damit das Ganze auch allgemeine Akzeptanz findet.

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