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Montag, 9. Oktober 2017

Der Sansar Client und sein Cache-Ordner

Der Sansar Client
Ich habe gestern eine Anfrage beim Support von Sansar eingereicht. Mir wurde auch schon darauf geantwortet, aber leider nur mit einem vorgefertigten Textbaustein, der meine Frage nicht beantwortet hat. Das wundert mich bei Linden Lab nicht wirklich.

Da aber das Thema vielleicht auch für andere Sansar-Nutzer interessant sein könnte, erkläre ich hier kurz, um was es geht.

Wie beim Second Life Viewer, schreibt auch der Sansar Client einen Cache auf die Festplatte des PCs, um heruntergeladene Daten zu speichern, so dass sie beim nächsten Gebrauch nicht noch einmal heruntergeladen werden müssen. Der Sansar Client verwendet dazu den Ordner:
"C:\Users\[UserName]\AppData\Local\LindenLab\SansarClient\". Im Gegensatz zu Second Life, besteht der Cache von Sansar aber nicht aus Tausenden einzelner Dateien, sondern nur aus zwei Dateien. Die heißen "ClientAssetCacheLarge.bag" und "ClientAssetCacheSmall.bag". Die Datei mit dem "...Large.bag" nimmt dabei die Daten der 3D-Umgebung auf und ist entsprechend groß.

Diese Art der Cache Speicherung ist möglich, weil Sansar nicht wie Second Life, eine dynamisch änderbare Umgebung hat, sondern nur über den Editor-Modus geändert werden kann. Und dieser Editor speichert jedes Mal nach einer Änderung eine neue Version der Experience auf den Sansar Servern. Ich nehme an, dass in der großen Cache-Datei dann eine Kopie der vom Editor erzeugten Server-Datei aufgenommen wird.

Die beiden Cache-Dateien aus Sansar in der Windows Explorer Ansicht
Bei einer einzelnen Experience beträgt die Größe etwa 300 MB bis 800 MB. Hat man aber bereits mehrere Experiences besucht, werden alle nacheinander in die Cache-Datei aufgenommen. Ob es eine Grenze gibt, ab der die ältesten Cache-Daten rausfliegen, um neuen Daten Platz zu machen, weiß ich nicht. Mein aktueller Cache liegt bei 4,5 GB und jedes Mal, wenn ich eine neue Experience besuche, kommen im Schnitt 400 MB dazu.

Meine Support-Anfrage habe ich nun eingereicht, weil es im Sansar-Client nicht möglich ist, den Cache-Ordner zu verschieben. Das würde ich gern aus zwei Gründen machen. Einmal, weil ich ein SSD-Laufwerk habe, das ich ausschließlich für die C:\ Partition verwende und auf der auch nur Windows installiert ist. Für Programme und meine eigenen Dateien, verwende ich eine herkömmliche Festplatte mit weiteren Partitionen. Das mache ich, weil damit die SSD nicht so stark beansprucht wird, denn die Schreibzyklen für die Speicherzellen sind auf mehrere zehntausend Vorgänge begrenzt.

Zum anderen möchte ich den Cache-Ordner verschieben, weil ich auf der SSD auch möglichst wenig Platz belegen will. Der SSD-Controller versucht nämlich durch eine gleichmäßige Verteilung der Schreibvorgänge auf alle freien Zellen, deren "Abnutzung" möglichst lange hinauszuzögern. Das geht umso besser, je mehr Zellen auf der SSD noch nicht durch Daten belegt sind. Eine SSD, die zum Beispiel nur noch 10% freien Speicherplatz hat, wird schneller ihren Geist aufgeben als eine SSD mit 50% freiem Speicherplatz.

Eigentlich sollte eine Option zum Verschieben des Cache-Ordners keine große Aktion für Linden Lab sein. So eine Funktion lässt sich sicher an einem Arbeitstag in den Client einbauen. Ich hatte übrigens die gleiche Anfrage auch für den SineSpace Client gestellt. Und da wurde die Option innerhalb von drei Wochen in die Einstellungen aufgenommen.

Der "Anfrage"-Button auf der Sansar Homepage
Die eingangs erwähnte Antwort von Linden Lab auf meine Anfrage, war jedenfalls ernüchternd. Ein fertiger Textbaustein mit dem Hinweis, dass man sich freut, dass ich eine Anfrage eingereicht habe. Dann wird der Vorschlag gemacht, ich soll doch lieber im Forum einen Feature Request einreichen, weil das mehr Aussicht auf Erfolg hätte. Wieso stellt Linden Lab dann neben dem Account-Menü einen "Request"-Button zur Verfügung (siehe rotes Rechteck oben), wenn sie dort eingereichte Anfragen nicht bearbeiten wollen?

Im Forum werde ich das jedenfalls nicht noch einmal posten, denn das wurde schon drei Mal gemacht (hier, hier und hier). Auch dort hat Linden Lab nicht reagiert.

Bisher dachte ich, dass LL den Support von Second Life stark eingeschränkt hat, weil sie die Ressourcen für Sansar benötigen. Doch leider ist der Sansar Support genauso lethargisch wie der von SL. So wird das nichts mehr mit zufriedenen Kunden.

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