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Mittwoch, 30. Januar 2013

Linden Lab startet dio

Quelle: Linden Lab
Am 29. Januar hat Linden Lab in einer Pressemitteilung den Start seiner neuen Plattform dio bekannt gegeben. Nach Patterns und Creatorverse, ist dio das dritte Produkt, das unter LLs neuem Leitspruch "Die Gestalter von gemeinsam genutzten, kreativen Räumen" veröffentlicht wurde.

dio ist eine reine Webanwendung und funktioniert in jedem Browser. Die Schreibweise von dio in Kleinbuchstaben ist kein Tippfehler, sondern so gewollt. Die Plattform befindet sich noch in der Entwicklungsphase und läuft zum Start als Beta. In der Kurzbeschreibung heißt es: "dio erlaubt Nutzern das Erstellen, Teilen und Erkunden von interaktiven Räumen". Eine Anmeldung ist entweder über einen bestehenden Facebook Account möglich, oder durch Eingabe eines Namens und einer Email Adresse. Bei Letzterem bekommt man eine Mail mit einem Link zum Verifizieren der Anmeldung. Einen Zwang für Klarnamen gibt es nicht. Ich habe die ToS von dio kurz überflogen und dort heißt es lediglich, dass die Angaben eben nicht gegen geltendes Recht verstoßen sollen (Copyright, Namensrechte, usw.).

Travel
Quelle: Linden Lab / Flickr
Bei der etwas längeren Beschreibung zu dio heißt es dann:
"In dio könnt ihr Umgebungen durch das Hinzufügen von Text, Fotos, Videos und interaktiven Objekten erstellen, die in miteinander verbundenen "Zimmern" einen räumlichen Zusammenhang der von euch geteilten Inhalte ergeben. Ihr könnt eure Räume entweder nur privat nutzen, oder sie mit Freunden und der Familie teilen, oder jedem erlauben, sie zu erkunden und zu genießen. Der permanente Live-Chat ermöglicht euch, mit anderen Nutzern Kontakte zu knüpfen, wenn ihr mit ihnen gemeinsam die Räume in dio entdeckt und erforscht. Und ihr könnt auch sehen, was diejenigen, die vor euch schon dort waren, zu sagen hatten. In Zukunft werden dio Nutzer in der Lage sein, ihre selbst erstellten dio Umgebungen zu monetarisieren, damit sie von ihrer eigenen Kreativität profitieren können."
Hier ist ein Video, das zum Start von dio veröffentlicht wurde:



In der Pressemitteilung wird dann noch Rod Humble zitiert, dessen Worte ich nur kurz zusammenfasse. Dio basiert auf dem Konzept von miteinander verbundenen Räumen, was es einfach macht, Erlebnisse aller Art zu erstellen oder zu besuchen. dio befindet sich noch in der Entwicklung, aber es gibt bereits eine ganze Reihe von Räumen, die von den Testnutzern erstellt wurden. Das reicht von der Hochzeitserinnerung, über Hausbesuche und Spiele, bis zu umfangreichen und medial verlinkten Chat-Räumen über Sport und antike Geschichte.

Eines der Dinge, die Second Life so erfolgreich gemacht haben, ist das Monetarisieren der eigenen Kreativität durch den Verkauf von erstellten Artikeln. Die Second Life Wirtschaft hat im letzten Jahr damit über 500 Millionen US-Dollar bei Nutzer-zu-Nutzer Transaktionen umgesetzt. Mit dio will man nun Erstellern eine ähnliche Möglichkeit geben, durch Beteiligung an Werbeeinnahmen und dem Verkauf ihrer Kreationen. Humble hofft, dass dies bei dio die selbe Hingabe und Kreativität der Nutzer hervorruft, wie in Second Life.

Interact
Quelle: Linden Lab / Flickr
Am Ende der Pressemitteilung wird noch erwähnt, dass dio alle zwei Wochen ein Update erhalten wird, bei dem neue Funktionen, Werkzeuge und Konzepte hinzugefügt werden.

Links:
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Anm.:
Ich habe mir gestern schon einen Account auf dio angelegt. Dabei habe ich meinen Avatar Namen aus SL verwendet und auch die Email Adresse benutzt, die LL von meinem SL-Account schon kennt. Dann habe ich mir ein paar der Räume angesehen, allerdings nur flüchtig. Mit dem gezeigten Promo-Video hat die Plattform ziemlich wenig zu tun. Meistens bin ich auf Seiten gelandet, auf denen ein oder zwei Fotos eingestellt wurden und ein paar Kommentare anderer Besucher zu sehen waren. Ein paar Räume waren als bebilderte Geschichte aufgebaut, die man durch Auswahl von Verlaufsmöglichkeiten beeinflussen konnte.

Insgesamt reißt mich dio noch nicht vom Hocker. Dennoch werde ich, sobald ich wieder etwas Zeit habe, dort auch mal einen eigenen Raum erzeugen. Da man den ja erstmal auf privat setzen kann, ist es egal, was ich da verzapfe.^^ Sollte was rumkommen, dann schalte ich es auf öffentlich. Eine Idee, was ich machen könnte, habe ich aber noch nicht.

Insgesamt sind die Reaktionen im Web gemischt. Viele spekulieren, dass dio später mal irgendwie mit SL verknüpft werden könnte. Auch hat man bei Patterns gesehen, dass LL durchaus eine laue Beta Version nach und nach zu etwas wirklich Gutem entwickeln kann. Vielleicht kommen bei dio ja noch interessante Möglichkeiten dazu. Auf jeden Fall ist es ein Vorteil, dass dio einfach im Browser läuft und somit von jedem genutzt werden kann, der sich im Web aufhält.

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