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Dienstag, 21. März 2017

Bing Gordon wird neues Vorstandsmitglied bei Linden Lab

Quelle: Linden Lab
Heute hat Linden Lab auf seiner Homepage in einer offiziellen Pressemitteilung bekanntgegeben, dass Bing Gordon als neues Mitglied in den Vorstand der Firma aufgenommen wird. Gordon war 26 Jahre lang Leiter für Marketing und Produkt bei Electronic Arts (EA) und danach weitere 10 Jahre Produktmanager der Firma Kleiner Perkins Caufield & Byers (KPCB). Außerdem ist Gordon noch Mitbegründer von Audible.com und Katango (wurde inzwischen von Google gekauft). Und er sitzt in den Vorständen von Amazon und Zynga.

Bei Linden Lab soll Gorden in der Funktion eines Beraters für die Themen Strategie, Produkt und Marketing tätig sein. Gerade zum letzten Punkt hat Linden Lab ja sicher noch einiges an Nachholbedarf. In der Pressemitteilung wird auch Ebbe Altberg zitiert. Er sagt, dass Gordon in der Vergangenheit dabei geholfen hat, einige der erfolgreichsten Unterhaltungserlebnisse auf den Markt zu bringen. Deshalb wären seine Erkenntnisse, Kompetenz und Beratung von unschätzbarem Wert für den Start von Sansar.

Bing Gordon
Bing Gordon etwa 2009 / Quelle: Joö Ito auf Flickr
Im Gegenzug lobt Gorden die Firmengeschichte von Linden Lab und das seit 14 Jahren erfolgreiche Produkt Second Life. Vor allem die Möglichkeit, dass die Nutzer ihre Welt selbst gestalten können. Gordon sagt auch, dass er bereits in den letzten sechs Monaten mit Ebbe und seinem Team zusammengearbeitet hat.

Bei EA hat Gordon sich vorwiegend um die Vermarktung der Spieletitel gekümmert, darunter zum Beispiel auch die Klassiker John Madden Football, The Sims, Sim City, Need for Speed, Tiger Woods Golf, Club Pogo und Command and Conquer.

Damit ist der Vorstand von Linden Lab wieder auf fünf Mitglieder angewachsen, nachdem vor einiger Zeit mit Mitch Kapor einer der wichtigsten Köpfe gegangen ist.

Quelle: Bing Gordon Joins Linden Lab Board of Directors

Links:

Samstag, 18. März 2017

Kirschblütenzeit 2017 in RL und SL

Es beginnt nun wieder die Jahreszeit, in der meine eher feminine Seite in den Vordergrund tritt. Denn wie langjährige Leser meines Blog wissen, stehe ich voll auf Kirschblüten und ganz besonders auf die japanische Kirschblüte, die Sakura genannt wird (oder auch einfach 桜).

PeTOu
In Japan ist die Kirschblütenzeit einer der Höhepunkte des Jahres und das macht sich auch jedes Jahr aufs Neue wieder in Second Life bemerkbar. Es gibt aktuell viele Regionen, auf denen die japanische Tradition (Hanami genannt) gefeiert wird. Im RL dauert es noch etwa vier Tage, bis die ersten Blüten in Japan aufgehen. Ein paar Tage später dürfte es dann auch in Süddeutschland soweit sein. Der japanische Kirschblüten Vorhersagekalender wird fast jeden Tag aktualisiert und der aktuelle Stand ist, dass der Hanami am 22. März in Fukuoka beginnt und bis 13. Mai in Sapporo andauern wird.

PeTOu
Die Kirschblüte ist in der japanischen Tradition das Symbol für die Vergänglichkeit der Schönheit und dass man diese genießen sollte, solange sie anhält. Dazu muss man wissen, dass die eigentlich verehrte Blüte der Japaner die vom Yoshino-Kirschbaum ist. Und der trägt keine Kirschen. sondern er trägt eben nur für diese wenigen Tage im Jahr seine wunderschönen Blüten, und danach ist er wieder für elfeinhalb Monate nur ein gewöhnlicher Baum.

PeTOu
Ich war am letzten Wochenende schon mal auf einigen Regionen in Second Life unterwegs. Und wie fast jedes Jahr, gibt es von mir heute wieder ein paar Fotos zum Hanami. Ich schreibe zu den Locations dann gar nicht mehr so viel. Nur, was mir bei meiner Rundreise aufgefallen ist und natürlich den Teleport. Die meisten Tipps für Regionen zum Hanami, habe ich mal wieder durch den Blog von Yana Kawanishi erhalten. Sie zeigt häufig japanische Sims und in den letzten Wochen vermehrt welche zum Thema Kirschblütenfest. Das ist für Japaner so, wie Weihnachten bei uns.


PeTOu

Die Region mit den meisten Kirschbäumen dürfte aktuell PeTOu sein. Dort habe ich bei meiner Tour de Pink auch die meiste Zeit verbracht. Die ersten Fotos hier im Beitrag sind alle von dieser Region. In manchen Bereichen kommt man dort in einen echten Farbenrausch. Diese Region hatte ich auch schon einmal im Januar besucht, aber da war sie noch als Winterlandschaft gestaltet.

PeTOu
Auf PeTOu gibt es auch ein nicht definierbares Geräusch, das alle paar Sekunden ertönt und sich in etwa so anhört als ob zwei hohle Bambusstangen aufeinander schlagen. Erst hat mich dieser Ton genervt, nach einiger Zeit fand ich ihn entspannend.

PeTOu

Poisson Rouge Mall

Mein nächster Stopp war die Poisson Rouge Mall. Ich habe mir den Mall-Bereich gar nicht genau angesehen, aber es wirkte wie ein kleiner Markt mit Buden, die verschiedene japanische Artikel anbieten. Auf einer Seite ist dann ein großes Gasthaus und ein Shintō-Schrein mit dem üblichen kulturellen Beiwerk, wie zum Beispiel die bebilderten Holztäfelchen und natürlich den Kirschbäumen.

Poisson Rouge Mall
Poisson Rouge Mall
Vor allem den Blick aus dem Gasthaus heraus auf die Kirschblüten, habe ich einige Minuten lang genossen.

Poisson Rouge Mall

Noch etwas zum Windlight. Eigentlich gab es auf jeder Region eine andere Umwelteinstellung. Damit meine Fotoserie aber einigermaßen harmonisch wirkt, habe ich mein eigenes Windlight auf der Tour verwendet. Nur bei zwei Fotos habe ich das vorgegebene Windlight genutzt.


Frog's Garden

Frog's Garden ist ein alter Bekannter meiner Frühlingsberichte aus Second Life. Bereits 2013 hatte ich Fotos von diesem Gartenshop bei mir gebloggt. Damals war das eine Parzelle auf einer viertel Region. Jetzt hat Ownerin Kaoru Darkstone eine eigene Homestead Region, allerdings ist nur etwa die Hälfte darauf auch bebaut.

Frog's Garden
Frog's Garden
Wie man auf dem Foto oben sieht, gibt es einen fetten Kirschbaumtunnel. Zu dem gelangt man, wenn man direkt vom Landepunkt die Treppe nach oben läuft. Die restliche Bepflanzung ist eher gemischt, wie auf dem ersten Foto oben zu sehen ist. Auf dem dritten Foto unten, habe ich dann mal ein anderes Windlight verwendet. Dadurch sind die Blüten mehr weiß als rosa.

Frog's Garden

Luanes World

Auf diese Region bin ich teleportiert, weil ich auf Flickr ein Foto mit Kirschbäumen gesehen hatte. Als ich dann vor Ort war, musste ich feststellen, dass es nur eine einzige Vierergruppe der gesuchten Bäume gibt. Aber um den weiten Teleport nicht umsonst gemacht zu haben, habe ich dennoch ein Foto geschossen.

Luanes World

Da nun noch weitere zehn Fotos folgen, geht es mit dem nächsten Link auf der Unterseite weiter:

Dienstag, 14. März 2017

Die neue SL Community Webseite ist freigegeben

Die neue SL Community Webseite
Heute, am 14. März, hat Linden Lab seine neue Community Webseite für Second Life komplett freigeschaltet. Bereits letzte Woche wurden Teilbereiche wieder zugänglich gemacht, jedoch war das mit der Knowledge Base der eher nicht so spannende Teil der neuen Plattform. Heute sind dann auch die Foren, die Blogs und die Answers Seiten dazugekommen. Insgesamt ist Linden Lab mit der Freischaltung zwei Wochen hinter seinem Zeitplan zurückgeblieben. Denn eigentlich sollte die Plattform am 28. Februar schon wieder online sein.

Das bestätigt auch Linden Lab in ihrem Blogpost, der heute mit der Freischaltung erschienen ist. Sie entschuldigen sich noch einmal und bedanken sich für unsere Geduld. Die Arbeiten gehen nun im Hintergrund auch noch ein paar Wochen weiter, aber der Hauptbetrieb ist mit dem heutigen Tag wieder hergestellt worden. Was aus der alten Plattform nicht übertragen werden konnte, waren die rechteckigen Hintergrundbilder für die Profilfotos. Deshalb sehen nun die meisten Profilbilder aus der alten Plattform etwas komisch aus. Ich habe bei mir gleich mal ein neues Foto hochgeladen.

Linden Lab listet in ihrer Meldung auch die immer noch vorhandenen Fehler auf. Ich übersetze diese Liste mal schnell:
  • In einigen Beiträgen fehlen die eingebetteten Bilder. LL versucht diese nachträglich einzubinden, wo es möglich ist.
  • Einige Beiträge könnten durch Reformatierung ein geändertes Format oder Layout haben.
  • Emoticons, die im alten Forum funktioniert haben, funktionieren nun nicht mehr.
  • Einige URL Umleitungen aus der alten Community Plattform funktionieren nicht mehr.
  • Bei einigen Nutzern ist das Profilbild komplett verschwunden.
  • Im Kopf- und Fußbereich der Community Webseiten, sind noch nicht die üblichen Second Life Grafiken eingebettet. LL arbeitet an der Wiederherstellung.
  • Einige Seitenüberschriften stimmen noch nicht und müssen aktualisiert werden.
  • Wird im SL Viewer auf ein Hilfe-Link geklickt, öffnet sich im Browser die mobile Version der Webseite. Auch da ist LL dabei, den Fehler zu beheben.

Wer sonst noch Fehler findet und diese gerne melden möchte, sollte das hier in der JIRA tun. Als System-Typ sollte man dann "Website" auswählen und dazu die Unterkategorie des betroffenen Community Bereichs.

Soweit die Infos von Linden Lab. Und nun noch ein paar Anmerkungen von mir.
Die Haupteinstiegsseite ist eine Übersicht mit Widgets, die Inhalte aus den Unterbereichen der Plattform anzeigen. Aktuell nur aus Blogs und Foren. In der Kopfleiste befinden sich Links, die zu den Unterbereichen führen. Neu ist in dieser Leiste ganz rechts das Activity Menü. Dort kann man die Inhalte aus allen Bereichen filtern. Damit man die Activity Funktionen nutzen kann, muss man sich auf der Community Plattform mit seinem Second Life Account einloggen.

Die Linkleiste zu den Unterbereichen. Ganz rechts der Activity Filter.

Die Filterliste im Activity Menü
Für die Activity Funktionen gibt es zum Beispiel zu jedem Beitrag in den Unterbereichen zwei Schalter. Einer heißt "Unread Content" (noch nicht gelesen) und einer "Mark site read" (gelesen). Markiert man nun verschiedene Bereiche als gelesen, werden sie beim Activity Filter mit der Einstellung "Unread Content" nicht mehr angezeigt.

Der Follower Button
Noch besser ist aber der "Content Follow" Filter. Jeder Unterbereich hat in der Titelleiste einen "Follow" Button. Klickt man den an, kann man zunächst unter mehreren Möglichkeiten auswählen, ob man bei neuen Beiträgen eine Benachrichtigung erhalten will. Stellt man dann im Activity Menü den Filter auf "Content Follow", werden nur noch Bereiche angezeigt, für die man zuvor die "Follow" Funktion aktiviert hat.

Die Account Einstellungen
Ganz oben rechts auf der Community Seite, wird nach einem Login der Account-Name angezeigt. Dieser bietet weitere Möglichkeiten, die Plattform individuell an seine Wünsche anzupassen. Unter anderem lassen sich dort auch alle bisher vergebenen Follow Bereiche verwalten. Oder man kann auch bestimmte Nutzer ignorieren. Viele halten so eine Funktion zwar für unsozial, aber genau diese Leute brauchen die Funktion ja nicht zu nutzen. :p

Auch die eigene Profilseite ist neu. Dort werden jetzt zum Beispiel andere Leute aufgelistet, die einem folgen und es gibt ein Ranking für die eigenen Aktivitäten. Bei mir steht dort "Advanced Member" *yeah*.

Genutzt wird für die neue Plattform die Software von Invision Power Services, Inc.. Die fühlt sich zwar ziemlich modern an, ist aber auch etwas steril. Mir persönlich fehlen zum Beispiel die grünen Designelemente, die der alten Plattform ihren typischen SL Look verliehen hat. Einer der Vorteile gegenüber der alten Plattform, ist dagegen die bessere Skalierbarkeit der Seiten, so dass sie sowohl in einem Desktop Browser als auch in einer Smartphone App sauber dargestellt werden können.

Der deutschsprachige Bereich in den SL Foren

Zum Schluss noch drei Links, die ich auch als RSS-Feed in meinen Reader eingebunden habe. Nur mal so als Beispiel, wie diese Bereiche nun aussehen:

  • Second Life Server
    Hier posten die meisten Lindens im Forenbereich. Ist eher eine Mischung aus Blog und Forum.

Sonntag, 12. März 2017

Simtipp: Mysts of Eyr

Heute stelle ich, entgegen meiner sonstigen Gewohnheiten, wieder mal eine Rollenspiel-Region vor. Den Tipp bekam ich bei meinem letzten Simbericht von Nic in den Kommentaren. Ich war jetzt insgesamt schon drei Mal auf der Region und finde immer noch neue Plätze, die zum Teil gut versteckt sind.


Wenn man sich Mysts of Eyr ansehen möchte, ohne ins Rollenspiel einzutauchen, sollte man zuerst zur Welcome Area teleportieren, den Observer Tag holen und ihn anziehen. Den gibt es an einer Wand, an der auch alle Informationen zur Region und zum RP abrufbar sind.



Ich bin dann mit dem Observer Tag mehreren RP-Spielern begegnet und es schien niemanden zu stören. Ich hatte mich auch in einen alten Dragans Varg Fummel geworfen, der meiner Ansicht nach zu einem Fantasy RP einigermaßen passt. Dazu ein neues Toupet aus Mesh, da ich meine alten Primhaare wegen dem ARC in die Mülltonne geschmissen habe. Auf dem nächsten Foto ist diese Mesh-Perücke zu sehen (hat nur 5.000 ARC).


Das Rollenspiel baut auf dem Dungeons & Dragons Ableger "Mystara" auf, der 1996 veröffentlicht wurde. Inhaltlich geht es dabei um Hexen, Zauberer, Drachen, Zwerge, Druiden, Elfen und so weiter. Eben alles, was man von einem Fantasy-RP so erwartet.


Wo sich auf der Region genau der Hauptlandepunkt befindet, kann ich nicht sagen. Ich habe hier unten zwei Teleports eingefügt, einen zur Welcome Area (um sich den Observer Tag zu holen) und einen zu einem Bootssteg, von dem aus man entweder mit einem Kanu die Region auf dem Wasser erkunden kann, oder man geht über die Holzstege zur Siedlung und dann weiter in den Urwald.


Die Region ist eine Fullprim-Sim mit 20.000 Prims Land Impact. Umgeben ist sie (meiner Meinung nach) von zwei verschiedenen Sim-Surrounds. Zusammen mit der zerklüfteten Landmasse der Region, ergibt dies eine erstaunliche Tiefe. Ich konnte auch selten erkennen, wo die Region eigentlich aufhört und der Offsim-Bereich beginnt. Meistens musste ich dazu auf die Landkoordinaten schauen.


Was mich aber am meisten begeistert hat, ist die Landschaftsgestaltung. Sie ist nicht unbedingt im Stil der Top-Designer, wie beispielsweise Kaelyn Alecto oder Elvira Kytori, aber die Landschaft hat in meinen Augen den SL-Spirit, der immersiv veranlagte Menschen wirklich an einen anderen Ort trasportiert. Ähnlich wie es vor vielen Jahren so Regionen wie "The Nameless Isle" oder "Acropolis Garden" konnten.


Es gibt verschiedene Positionen auf der Region, von denen man ein atemberaubendes Panorama hat. Vor allem von den höher gelegenen Bereichen. Mein erstes Foto hier im Beitrag, habe ich im Mouselook auf einem Berg gemacht.


Ein weiteres Highlight der Region ist die erwähnte Siedlung. Die besteht überwiegend aus sehr großen und aufregend geformten Pfahlhäusern, die über Holzstege miteinander verbunden sind. Dort gibt es auch einen starken Mesh-Regen, der sich etwa über ein Drittel der Region erstreckt.



Das Windlight war bei meinen Besuchen jedes Mal wieder verändert. Einmal gab es sogar blauen Himmel, was zum Regen nicht so passte. Deshalb habe ich überwiegend Fotos ausgesucht, bei denen der Himmel grau war. Leider ist dann aber die Umgebung etwas dunkel. Was bei dieser Region aber auch geht, ist einfach den Schatten und das erweiterte Beleuchtungsmodell auszuschalten. Fast alle Bereiche sehen trotzdem auch mit niedrigster Grafikeinstellung immer noch gut aus. Das fand ich verblüffend.


Die Erkundung dieser Region kann viel Zeit in Anspruch nehmen. Es gibt jede Menge Höhlen und Gänge. Einige davon sind zudem noch gut versteckt. Ebenso gibt es einige Türen, die bei Berührung den Avatar auf eine Sky-Plattform teleportieren, auf der die Höhle fortgesetzt wird. Und es gibt Türen, die man nur öffnen kann, wenn man im Rollenspiel zuvor ein paar Aufgaben gelöst hat.


Wer sich für das RP interessiert, sollte die Homepage von Mysts of Eyr besuchen. Dort wird alles ausführlich erklärt. Ebenso war bei meinen Besuchen auch immer Ownerin Blanche Fralto anwesend und hat mir ein paar unaufdringliche Worte im Chat geschrieben. Ich hatte den Eindruck, dass sie sich über Besucher freut, die nur den Sim erkunden wollen.


Die Inworld-Gruppe zum RP hat über 1400 Mitglieder. Wenn man bedenkt, dass Mysts of Eyr erst im April 2015 begonnen hat, ist das eine beachtliche Anzahl. Ich selbst bin eigentlich kein RP-Typ, denn ich habe Schwierigkeiten damit, jemand anderen zu spielen als mich selbst. Aber bei diesem RP habe ich mich als Observer zu keiner Zeit unwohl gefühlt. Und deshalb habe ich mich auch dazu entschlossen, diese Region hier vorzustellen.

SLurls:

Links:

Dienstag, 7. März 2017

Linden Lab zeigt neues Video aus Sansar

Sansar Screenshot / Quelle: Linden Lab
Heute haben viele VR- und Gamer-Seiten im Web ein neues Video von Linden Lab vorgestellt, das so etwas wie ein Werbefilm für Sansar ist. Das dürfte das erste Video dieser Art sein, denn die vorherigen Clips haben hauptsächlich die Entwicklungsphase in der Alpha und Beta gezeigt. Aufmerksam auf das Video wurde ich im offiziellen Sansar-Kanal auf Twitter, wo einige der Artikel aus dem Web verlinkt sind.

Im Video werden hauptsächlich Umgebungen gezeigt, die bisher bereits auf Fotos von Linden Lab zu sehen waren. Dazu gibt es Szenen vom Baueditor, dem Sansar-Marketplace und einigen Avataren. Ganz am Ende wird dann sehr nah an einen Avatar herangezoomt. Für viele ist das ja eines der Hauptmerkmale, wie gut oder schlecht Sansar bisher entwickelt ist.

Für mich sieht der Avatar relativ unspektakulär aus. Weder besonders gut, noch besonders schlecht. Aber verglichen mit High Fidelity, oder auch Space, dann schon um Längen besser. Was mir aufgefallen ist, sind die synchronen Lippenbewegungen zur Sprache, sowie die Zähne des Avatars. Die sehen besser aus als ich das bisher in SL gesehen habe. Deshalb gibt es jetzt einen Screenshot vom Avatar, auch wenn die Dame etwas schielt.^^.

Sansar Avatar / Quelle: Linden Lab
Der Sansar-Marketplace wirkt dagegen noch sehr einfach. Die Produkte werden nicht auf Vendorfotos präsentiert, sondern nur durch ein Bild vom inworld gerezzten Objekt. Beim Preis erkennt man, dass die Währung wie angekündigt, der Sansar Dollar ist. Unter den Marketplace Produkten wird dann die Kurzform S$ verwendet. Wie der Umtauschkurs für den S$ ist (oder sein wird), kann ich nicht sagen. Ich meine aber gelesen zu haben, dass Linden Lab zu Beginn einen Eins-zu-Eins-Kurs mit dem Linden Dollar anstrebt.

Sansar Marketplace / Quelle: Linden Lab
Interessant ist dann der kurze Text ganz zum Schluss im Video. Dort schreibt Linden Lab, dass die offene Beta im Frühling 2017 starten wird. Das würde bedeuten, bis spätestens 21. Juni 2017 darf jeder in Sansar einloggen.

In den Artikeln, die zum Video geschrieben wurden (ich habe unten vier englische und einen deutschsprachigen Bericht verlinkt), wird kaum etwas Neues erwähnt. Man zitiert hauptsächlich Ebbe Altbergs Aussagen aus früheren Interviews. Zum Beispiel, dass Sansar die virtuelle Realität als kreatives Medium demokratisieren wird und die Menschen befähigt, sich auf einfache Weise ihre eigenen interaktiven, sozialen Erfahrungen zu erstellen, zu teilen und schließlich zu Geld zu machen.

Szene aus dem Video / Quelle: Linden Lab
Ebenfalls wird noch einmal erwähnt, dass 75 Entwickler von Linden Lab an Sansar arbeiten. Etwas neuer sind dagegen die Aussagen, dass der Inworld-Editor sowohl mit einer VR-Brille genutzt werden kann als auch einfach nur am PC, ohne eine Brille. Bis zum offiziellen Start der Plattform, soll dann auch der Zugang für mobile Geräte fertig sein. Und noch etwas später will Linden Lab auch noch einen mobilen VR-Zugang anbieten. Damit sind so Produkte wie Cardboard, Samsung Gear VR oder Google Daydream gemeint, in die man sein Smartphone klemmen kann und dann eine Art Aldi-VR-Brille hat.

Hier nun das Video:

Sansar - Created Reality




Ob Sansar nun "die Art und Weise verändert, wie wir unser virtuelles Leben leben" (Zitat aus dem Video), lasse ich mal dahingestellt. Aber die VR-Welle ist noch lange nicht soweit, wie es die Marketingexperten eigentlich vorausgesagt hatten. Zur Zeit sehe ich die potentielle Kundschaft für Sansar nur wenig größer als die aktuelle Nutzergruppe aus Second Life. Und sollte Sansar sich wirklich als Internetplattform etablieren, dann werden wohl erst einmal die meisten Nutzer ohne eine VR-Brille dort aktiv sein.

Links:

Sonntag, 5. März 2017

"Under the Sea" von Cica Ghost

Bisher führt Cica Ghost auch im Jahr 2017 ihren kurzweiligen Rhythmus beim Wechsel ihrer Installationen fort. Under the Sea ist nun schon die dritte komplette Regionsbebauung in diesem Jahr. Die vorherigen Themen hießen Burning und Frogs. Zu denen habe ich nur eine Kurzbeschreibung mit ein paar Fotos auf G+ gepostet.

Die Holzkonstruktion in der linken Hälfte des Fotos ist der Landepunkt.
Während ich die vorherigen beiden Installationen von Cica so lala gefunden habe, ist Under the Sea mal wieder eine ihrer Arbeiten der Marke "sehr empfehlenswert". Ähnlich ihrem Alien-Werk Them oder ihrem Bibliothekaren-Traum Library, die beide im August 2016 eröffnet wurden.


Diesmal befindet sich fast die gesamte Gestaltung von Cicas Region unter Wasser. Nur der Landepunkt auf einem kleinen Podest und ein paar Pflanzen, ragen über die Wasseroberfläche hinaus. Vom Landepunkt geht es durch eine Röhre hinunter auf den Meeresgrund. Damit man alle Details besichtigen kann, muss man diese Röhre aber verlassen. Zum Beispiel gibt es einige interessante Bereiche hinter dem Hügel, auf dem sich die Landeplattform befindet.


In der Land-Info steht, wie bei Cica üblich, nur eine kurze Zeile zur Installation. Diesmal lautet sie "Es ist eine seltsame Welt unter dem Meer...". Und das trifft es auf den Punkt. Denn die Fische von Cica sind alle sehr seltsam, fast schon monströs. Aber das ist in diesem Fall durchaus positiv, denn die Fische sind es, die der Unterwasserlandschaft ihr gewisses Etwas geben.


Das Wasser auf Cicas Region ist tiefer als der Standard in Second Life, nämlich 50 Meter. Und es hat auch eine ungewohnte Optik. Vor allem beim Blick nach oben, kann man recht klar die Wolken oder die Plattform vom Landepunkt erkennen. Die horizontale Sicht durch das Wasser, wird dagegen mit zunehmender Entfernung immer trüber und geht in ein dunkles Grün über. Alle Objekte in unmittelbarer Nähe, werden jedoch hell und klar dargestellt. Es ist einfach eine coole Atmosphäre.


Am Landepunkt steht auch ein Schild mit der Empfehlung, das erweiterte Beleuchtungsmodell, Schatten und Projektoren einzuschalten. Fast alle Fische, Muscheln und Seesterne, haben Materialoberflächen mit 3D-Effekt. Das kommt aber eben nur zur Geltung, wenn man die volle Palette an Grafikoptionen aktiviert hat.


Neben dem skurril anmutenden Meeresboden mit all den Fischen und Krustentieren, gibt es auch zwei Räume (oder Becken), die an einen gekachelten Swimmingpool erinnern. Da Cica keine Notecard zu ihrer Installation erstellt hat, bleibt es jedem Besucher selbst überlassen, über die Bedeutung dieser Bereiche zu Rätseln. In beiden Becken befindet sich jeweils ein Bett mit einer eingebauten Animation.


Es sind aber nicht nur die Fische, die mir bei der Besichtigung gefallen haben. Einige Pflanzen und Korallen sehen auch recht interessant aus. Sie alle haben den für Cica typischen Stil, mit organischen Formen und ungleichmäßigen Oberflächen. Soweit ich weiß, erstellt Cica die meisten ihrer Modelle mit Sculptris, einem kostenlosen Programm der Firma Pixologic.


Noch mehr Spaß macht eine Besichtigung, wenn man eine Schwimm- oder Tauchanimation dabei benutzt. Ich habe bei meinem Besuch auch einige im Meerjungfrauen Avatar gesehen. Die haben vor verschiedenen Motiven ihre Posen aktiviert und wahrscheinlich ein paar Fotos geschossen. Geöffnet bleibt Under the Sea bis Ende März 2017.

>> Teleport zu "Under the Sea"

Links: