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Montag, 30. März 2015

LEA 16: "PEARLS" von Searby

Am 31. März 2015 wird eine weitere Region aus dem Artists-in-Residence-Programm der LEA eröffnet. Die Installation wurde von Dave "Searby" Mason erstellt und nennt sich "PEARLS". Die Ankündigung dazu ist schon seit ein paar Tagen im LEA-Blog. Da die Fotos dort nicht so verlockend aussehen, war ich gestern selbst den Sim besuchen und habe eigene Fotos geschossen.

Die Installation auf dem Simboden
PEARLS ist die Abkürzung für Precious Emotions Are Radiant Layered Sublime, was ich nur schwer übersetzen kann. So in etwa: "Kostbare Emotionen sind von glänzender, geschichteter Erhabenheit" (klingt doof, ich weiß). In der Ankündigung steht, dass es insgesamt drei Ebenen in der PEARLS-Installation gibt. Mit der Ebene auf dem Simboden sind es aber tatsächlich vier. Am Landepunkt angekommen, sollte man nach dem blauen Pfeil suchen, der den Weg zum ersten Teleporter zeigt. Dieser befindet sich in der Mitte der Region innerhalb einer weißen Halbkugel. Der Teleport ist eine goldfarbene Spirale, die sich dreht. Klickt man drauf, gelangt man zur zweiten Ebene.

Partikelspiele auf der zweiten Ebene
 

Spätestens dort sollte man das Windlight auf Mitternacht stellen, denn auf Ebene 2 gibt es ein sehr umfangreiches Partikel- und Farbenspiel. Auf dieser Plattform wird am Dienstag auch die Eröffnung durchgeführt. Einen direkten Teleport dorthin, habe ich ganz unten mit aufgeführt.

Den Teleport zur dritten Ebene zu finden, ist bei all den farbigen Formen nicht so einfach. Im Blogpost steht, es sei ein buntes Objekt, aber meiner Erinnerung nach war es eher das farbloseste Prim, das es auf der Plattform gibt.

Der Textwürfel auf Ebene 3
Die dritte Plattform ist ein großer Würfel, gefüllt mit vielen Texten. Hier sollte man evtl. das Windlight wieder auf Tageslicht stellen, da man die vielen Buchstaben sonst kaum sehen kann. Alle drei Plattformen haben unsichtbare Phantomwände, die einen Sound abspielen, sobald man mit dem Avatar durchläuft. Wenn man hören will, was die Sounds wiedergeben, dann sollte man auch ca. 30 Sekunden lang stehenbleiben, sobald einer gestartet wird.

Ebene 4 - Windlight unbedingt auf Mitternacht stellen
Der absolute Kracher für mich, ist dann aber die vierte Plattform, die allerdings aus Objekten besteht, die nicht von Serby selbst erstellt wurden. Um dorthin zu kommen, muss man in dem Würfel mit den Buchstaben mit der Kamera nach draußen zoomen, denn der Teleporter liegt außerhalb der Wände des Würfels. Und der bringt den Avatar auf eine Plattform, die komplett mit den Cyberpflanzen von Soror Nishi gestaltet wurde.



Ich kenne Sorors Kreationen nun schon seit 2007 und habe seitdem immer mal wieder Installationen besucht, die mit ihren Objekten ausgestattet waren. Aber diese Plattform auf LEA 16 hat auf mich eine fast magische Ausstrahlung. Ich habe gestern gut 20 Minuten nur mit der Kamera rumgezoomt. Genau das macht für mich den Zauber einer virtuellen Welt aus. Ganz wichtig ist es, hier das Windlight wieder auf Mitternacht zu stellen. Nur dann kommt die Kombination aus Farben, Formen und dreidimensionaler Tiefe richtig zur Geltung. Meine Fotos hier können das nur ansatzweise rüberbringen.


In Verbindung mit dieser Installation wird auch der Link zu einer Webseite gegeben. Diese Seite wurde ebenfalls von Serby erstellt und sie dreht sich um das Thema Meditation und Selbstfindung. Vom Umfang her ist das fast ein Buch, weshalb ich mich da nicht tiefer reingelesen habe:
>> The Search for the Second Truth

Zusammenfassung:

PEARLS

Quelle: LEA16 - PEARLS by Searby

Sonntag, 29. März 2015

[Business Insider] - Linden Lab war 13 Jahre zu früh für VR

Quelle: Business Insider
Zur Zeit reibe ich mir verwundert die Augen, denn so viele positive Artikel über Second Life wie in den letzten Tagen, habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Über zwei davon habe ich ja bereits hier und hier berichtet. Entweder ist das nur eine zufällige Anhäufung solcher Artikel, oder einige Journalisten sind irgendwie dahintergekommen, dass eine Plattform, die nach 12 Jahren immer noch Gewinn für ihren Betreiber abwirft, doch nicht so tot sein kann.

Heute hat der Business Insider einen Artikel veröffentlicht, dessen Titel übersetzt in etwa wie folgt lautet: "Diese Firma war für die virtuelle Realität 13 Jahre zu früh  - und sie macht sich bereit, es noch einmal zu versuchen." Gemeint ist mit der Firma natürlich Linden Lab.

Wie schon im GOOD-Artikel vom letzten Donnerstag, beginnt der Business Insider mit einem Rückblick auf die Hype-Zeit von Second Life. Als statistische Info gibt es jedoch ein paar aktuelle Zahlen, die Ebbe Altberg vor kurzem auch schon an anderer Stelle äußerte. Es gibt 900.000 aktive SL-Nutzer, diese tauschen pro Jahr für 60 Millionen US-Dollar ihre Linden Dollar in reale Währung und die gesamten Transaktionen in SL betragen pro Jahr umgerechnet mehr als 500 Millionen US-Dollar.

Dann werden einige Aussagen von Ebbe wiedergegegeben, die er direkt gegenüber Business Insider gemacht hat. Gleich die erste lautet: "Nun erwacht diese Welt erneut." Linden Lab hat inzwischen wieder auf 200 Mitarbeiter aufgestockt und arbeitet nun an einem angemessenen Nachfolger für Second Life. Dabei nutzt die Firma die Gelegenheit, die ganzen neuen Entwicklungen im Virtual Reality Bereich mit einzubeziehen.

Ebbe betont auch, dass SL auf seinem Höhepunkt 1,1 Mio. aktive Nutzer hatte und diese lediglich auf 0,9 Mio. Nutzer zurückgegangen wären, was für einen Zeitraum von 9 Jahren nicht wirklich ein starker Einbruch gewesen sei. Danach wird erwähnt, dass sich das Geschäftsmodell mit Gebühren für virtuelles Land über all die Jahre nie geändert hätte. Interessant dann die Aussage, dass nur 10 SL-Nutzer etwa 30% des gesamten Landes in SL besitzen.

Im Weiteren wird dann die funktionierende SL-Wirtschaft erwähnt und dass SL kein Spiel ist, sondern jeder selbst herausfinden muss, was man darin machen möchte. Als Beispiele werden Jo Yardleys "1920 Berlin" und ein barockes Casino mit Bar von einem Lichtdesigner aus Dublin erwähnt (vielleicht ist damit Kaya Angel gemeint?). Weiter geht es mit einigen Erwähnungen anderer Institutionen, die SL für ihre regelmäßigen Meetings, Kurse und Lesungen nutzen. Darunter TechSoup und die Texas A&M University.

Um nun in Zukunft für die Neuentwicklungen im VR-Sektor gewappnet zu sein, würden laut Business Insider die ständigen Updates von Second Life nicht mehr ausreichen. Die Grafikengine erreicht einfach nicht die Framerate und Performance, die für ein immersives VR-Erlebnis notwendig wäre. Dass Linden Lab deshalb an einer neuen virtuellen Welt arbeitet, wird im Artikel besonders positiv gesehen. Der Autor ist der Ansicht, wenn Leute schon virtuelle Klassenzimmer und Seminarräume im technisch veralteten Second Life errichten würden, was wäre dann erst möglich bei einer neuen und moderneren Plattform.

Laut Ebbe Altberg wird sich SL2 auf die folgenden drei Kernpunkte fokusieren:
  • Es soll für die Nutzer leichter sein, gute und relevante Inhalte zu finden.
  • Es soll mehr Leuten ermöglicht werden, die guten und relevanten Inhalte gemeinsam zu erleben (genannt wird hier ein Konzert der Gruppe Duran Duran in Second Life, bei dem aufgrund des Avatarlimits nur 50 Leute teilnehmen konnten).
  • Es sollen neue Wege ermöglicht werden, bei denen die Nutzer mit ihren Inhalten Geld verdienen können (zum Beispiel vermieten von bereits eingerichteten Klassenräumen an andere Universitäten).

Abschließend sagt Ebbe, wenn es Linden Lab gelingt, diese Punkte umzusetzen, dann wird der Erfolg von Second Life mit der neuen Plattform fortgeführt. Die Firma hat einen Vorsprung in der Entwicklung von nutzergenerierten Inhalten, virtuellem Nachbau von realen Räumen und in Bezug auf Mehrspieler-Onlinewelten. Denn Linden Lab hat im Grunde 10 Jahre zu früh begonnen, Dinge zu entwickeln, von denen die Leute dachten, sie seien unmöglich.

Quelle: This company was 13 years early to virtual reality — and it's getting ready to try again

Künstlerin LaTurbo Avedon nutzt SL für ihre Skulpturen

Quelle: New Sculpt - LaTurbo Avedon
Im britischen Wired ist am letzten Dienstag ein interessanter Artikel über die Künstlerin LaTurbo Avedon erschienen. Das Besondere an ihr ist, dass sie ausschließlich als Avatar im Internet existiert. Wer hinter dem virtuellen Charakter steht, ist laut Wired nicht bekannt. Ich kannte bis heute noch nicht einmal den virtuellen Charakter, aber nach etwas Googeln bin ich dann überall im Web auf diesen Namen gestoßen. Unter anderem auf Instagram, Tumblr, Facebook, Twitter, LinkedIn, Soundcloud und Ello.

Inhaltlich berichtet der Artikel über die Projekte von LaTurbo, die sich um Videospiele, Virtual Reality und Interaktionen zwischen Künstlern und Publikum drehen. Sie kreiert mit Hilfe von Rendering Software und CG-Werkzeugen kristalline Skulpturen, die sie sowohl in virtuellen als auch realen Ausstellungen präsentiert und die inzwischen zu ihrem Markenzeichen geworden sind. Dabei kommuniziert sie mit anderen ausschließlich über ihren Avatar und verwendet dazu eine vom Computer generierte Stimme.

Ihre ersten Berührungen mit virtuellen Umgebungen hatte LaTurbo auf Onlineportalen für Rollenspiele. Und obwohl es heute umfangreiche Action-Games mit endlosen Handlungssträngen gäbe, waren es diese Anfänge im Bereich digitaler Welten, die zu ihren erinnerungswürdigsten Erlebnissen zählen. Als weiteres Beispiel nennt sie die Dschungelstimmung in den Tomb Raider Spielen. Bei solchen Spielen sind es oft die aufwändig strukturierten Umgebungen, durch die man sich als Spieler bewegen muss, die LaTurbo besonders gefallen. Und durch diese Strukturen inspiriert, hat sie dann auch eine Reihe von Skulpturen geschaffen, die sie in ihrer Serie New Sculpt präsentiert.

Das Interessante ist nun, wie LaTurbo diese Skulpturen erstellt. Sie "missbraucht" die in Second Life verfügbaren Baufunktionen, indem sie absichtlich kaputte Sculpt-Maps als Texturen auf normalen Standardprims verwendet. Jeder, der schon mal mit Sculpt-Maps in SL experimentiert hat, wird diese Kornflakesstrukturen kennen. Oft sehen sie so aus, als wäre das Innerste nach außen gekehrt worden. Im Grunde reicht es, wenn man einfach eine ganz normale Textur oder ein Foto in das Sculpt-Map Fenster zieht. Wie man auf ihrer New Sculpt Seite sehen kann, nutzt sie dann wohl auch noch einen 3D-Drucker, um ihre digitalen Skulpturen in physische Objekte zu verwandeln.

Quelle: New Sculpt - LaTurbo Avedon
Ein weiteres Projekt von LaTurbo nennt sich Panther Modern. Das ist eine Webseite, auf der andere Künstler ihre digitalen Kreationen ausstellen können. Und ein paar davon sehen wirklich aufregend aus. Zum Beispiel Room Seven von Pussykrew.

Im Januar 2015 war LaTurbo Avedons Projekt "Commons" auf der Transmediale in Berlin zu sehen. Darüber wurde dann sogar im deutschsprachigen Wired berichtet. Wer sich noch mehr über die virtuelle Dame informieren möchte, sollte diesen kurzen Artikel auch lesen.

Bei den Links zu LaTurbo Avedon liste ich nur ein paar wenige auf. Sie ist im Web so breit vertreten, dass man alle Bezüge sowieso nicht auflisten könnte. Allerdings scheint ihr Facebook-Account nun gelöscht zu sein, auch wenn noch viele Links dorthin verweisen. Tja, Avatare und Facebook, das ist so eine Sache... :)

Links:

Quelle: [Wired] - 'Avatar' artist crafts sculptures from pure technology

Drax Files Radio Hour #61: Ranting with Niran

Quelle: the drax files radio hour [with jo yardley]
Es ist schon lange her, dass ich hier eine Podcast-Sendung der Drax Files Radio Hour zusammengefasst habe. Heute hatte ich mal wieder Lust darauf, zumal NiranV Dean, der Entwickler des Black Dragon Viewers, von Draxtor interviewt wurde. Obwohl Niran im Web öfter mal die verbale Keule auspackt, wenn jemand dämliche Fragen stellt, ist er im Interview doch recht gemäßigt.^^ Außer etwas Kritik an den Defaulteinstellungen im SL-Viewer, gibt es ansonsten kein Ranting, wie es die Podcast-Überschrift eigentlich suggeriert. In erster Linie habe ich mir aber die Sendung komplett angehört, weil der Black Dragon eben mein Stammviewer ist und einige interessante Infos gegeben werden.

Das Intro zur Sendung wird von Whiskey Monday gesprochen, die in den letzten Wochen mit Drax zusammen an einer neuen World Makers Episode gearbeitet hat. Am kommenden Montag soll die Folge auf YouTube hochgeladen werden. Ganz klar - natürlich an einem Montag! :)

Zu Beginn will Draxtor wissen, ob die Aufteilung von Second Life- und Virtual Reality-Themen in der Sendung ausgewogen ist, oder ob einer der Bereiche zu stark überwiegt. Wer dazu etwas sagen will, soll es in die Kommentare zur Sendung schreiben. Ich fand es in der zweiten Hälfte des letzten Jahres zu VR-lastig, denn da wurden kaum noch SL-Themen behandelt. Da aber inzwischen der Oculus Rift Hype auch bei den beiden Moderatoren etwas nachgelassen hat, ist der SL-Anteil nun wieder ganz ok.

Im ersten Teil der Sendung werden dann ein paar Schlagzeilen der Woche diskutiert. Es geht um folgende Themen:
  • Ready Player One wird von Steven Spielberg verfilmt. Der Link zum Podcast verweist auf den Hollywood Reporter, aber da ich dieses Thema auch schon bei mir hatte, gibt es meinen Link noch dazu: [Echt Virtuell] - Ready Player One wird von Steven Spielberg verfilmt. Es gab vor einiger Zeit auch mal eine Location in Second Life, die Bezug zu diesem Roman hatte. Wie der Screenshot auf der Podcastseite zeigt, ist dort heute leider nichts mehr zu finden.
  • Auf YouTube gibt es jetzt 360 Grad Videos, die man mit Effekt aber nur im Chrome Browser oder in entsprechenden Android-Apps ansehen kann. Im Firefox oder IE ist es einfach nur ein gestrecktes Video. Um den Effekt zu sehen, muss man die Maus in der oberen linken Ecke des Videos auf das Navigationsrad bewegen und dann bei gedrückter Maustaste die Blickrichtung ändern. Ich habe das probiert, aber bei mir funktioniert es irgendwie nicht. Wer selbst mal probieren will, hier ein Beispielvideo: Tomorrowland 2014 | 360 Degrees of Madness. Und hier ein deutschsprachiger Bericht dazu: YouTube unterstützt ab sofort 360 Grad-Videos.
  • Passend zur vorherigen Meldung, hat auch Facebook angekündigt, diese 360 Grad Videos auf ihrer Plattform zu unterstützen.
  • Als nächstes wird die Magic Leap angesprochen. Ein neues Video zeigt ein nahezu perfektes Augmented Reality Overlay, dass scheinbar mit der Magic Leap bedient werden kann. Nach lesen der Kommentare komme ich aber zu dem Schluss, dass das Video eine hollywoodreife Trickproduktion ist. Dennoch ist es vorstellbar, dass sowas in einigen Jahren in der gezeigten Qualität möglich ist.
  • Im Sommer soll auch ein Film erscheinen, der mit Hilfe der Magic Leap Technologie produziert wurde. Das Ganze läuft unter dem Projektnamen The Age of Starlight und der Film wird auf dem Manchester International Festival im Juli zu sehen sein.
  • Unter dem Namen Improbable hat eine Startup-Firma eine neue Server-Technologie entwickelt, die zukünftig die herkömmlichen Server ablösen könnte. Die Technologie beruht auf Tausenden von Mini-Prozessoren, die wie ein Schwarm agieren. Statt bei Games immer nur einen Server pro Instanz zu verwenden, übernimmt dieser Schwarm jeweils die Arbeit von vielen parallelen Prozessen, die vom Ablauf her als nächstes anstehen. (hm, schwer zu erklären). Ciaran Laval hat dazu einen Blogpost geschrieben, der sich auf diesen Artikel auf Engadget bezieht. Bei Improbable arbeitet unter anderem ein Ex-Linden Lab Mitarbeiter.
  • Draxtor hat inzwischen auch schon eine virtuelle Umgebung in High Fidelity online gestellt. Das Anlegen hat laut Drax nur ein paar Minuten benötigt.
  • Dann wird ein Blogpost von Jo Yardley angesprochen, den sie letzte Woche geschrieben hatte. Ihr Vorschlag war, dass sich Linden Lab evtl. überlegen sollte, SL Go als kostenlosen Dienst für Premium-Nutzer anzubieten. Alles, was heute so an Vorzügen für Premium-Nutzer angeboten wird, wäre ja eher ohne Reiz. Möglich wären auch verschiedene Abstufungen der Premium-Mitgliedschaft, z.B. Standard und Pro. Und nur beim Pro gäbe es dann SL Go noch kostenlos dazu.
  • Ab Minute 29:08 wird im Podcast ein Song von SL-Sängerin Lydia Yalin gespielt.

Nun beginnt das Interview mit Niran. Da ich keine vollständige Zusammenfassung von 20 Minuten Unterhaltung hier bieten kann, gibt es einfach eine Liste von Aussagen, die ich für interessant halte.
  • Niran kommt aus Deutschland und ist in Second Life als Furry unterwegs.
  • Niran kann selbst keine Programmiersprache, wie zum Beispiel C++ oder C#. Die wesentlichen Anpassungen im Black Dragon werden durch Änderungen der XML-Dateien durchgeführt.
  • Bevor Niran einen eigenen Viewer veröffentlichte, hat er lange Zeit Modifikationen für den Kirstens Viewer erstellt und anderen zugänglich gemacht.
  • Als Kirsten dann die Entwicklung ihres Viewer beendete, schaute sich Niran in der SL-Wiki an, wie man selbst einen Viewer kompiliert und begann einfach damit. Dabei wurden dann sowohl die Mods vom Kirstens Viewer als auch die neuesten Bug-Fixes von Linden Lab vereint.
  • Die Informationen zum aktuellen Entwicklungsstand des Linden Lab Viewers holt sich Niran von der Repository-Seite auf Bitbucket.
  • Der Fokus des Black Dragon Viewers liegt auf der Verbesserung der Grafik und des Rendering.
  • Volumetric Lighting (die neue Funktion im Black Dragon) ist ursprünglich eine Entwicklung von Tofu Buzzard, der früher eine Zeit lang für Linden Lab gearbeitet hat und auch nach seinem Ausscheiden in Second Life aktiv geblieben ist.
  • Volumetric Lighting sind Lichtstrahlen, die durch Brechung in Wolken oder an Objektkanten begrenzt werden und dadurch eine sichtbare Verlauflinie gegenüber der restlichen Umgebung haben. Da es in SL keine echten Wolken gibt, findet hier die Brechung nur an Objektkanten statt.
  • Screen Space Reflection (SSR) ist ein weiteres Feature von Tofu, das im Black Dragon verwendet wird. Der Firestorm hat ebenfalls SSR, diskutiert aber gerade darüber, es zu entfernen.
  • Obwohl Second Life schon sehr alt für eine Software ist, kann man grafisch doch ziemlich viel aus ihr herausholen. Leider macht sich das aber in der Performance (in den FPS) bemerkbar.
  • Niran erwähnt auch eine alte Meinungsverschiedenheit zwischen ihm und LL. Er stellte vor langer Zeit einen Fix für die unsymetrischen Attachmentpunkte am Avatar in der JIRA zur Verfügung, doch Oz Linden lehnte das ab, weil dadurch bestehender Content beeinflusst werden würde.
  • Niran hält viele Standardeinstellungen im offiziellen Viewer für Unsinn, da sie einfach schlechte Resultate liefern (z.B. die DoF- oder die Kamera-Einstellungen). Alle dieser Werte sind im Black Dragon geändert.
  • Auf die Frage, wie viel man für einen PC ausgeben müsste, der Second Life so darstellt wie es in Nirans Videos zu seinen Viewer-Releases zu sehen ist, sagt er, man würde mit ca. 700 US$ hinkommen. Er empfiehlt eine NVidia GTX 660 und einen Intel Quad Core mit mindestens 3 GHz.

Am Ende der Sendung wird noch das zweite Treffen verschiedener Lindens mit SL-Bewohnern auf der Meauxle Bureaux Region vom letzten Mittwoch angesprochen. Es waren wieder eine ganze Reihe bekannter Lindens auf der Region, darunter Ebbe, Torley, Oz und Xiola. Ich hatte darauf in meinem Blog nicht noch einmal hingewiesen, weil es eben eine Wiederholung des Treffens war, das schon letzten November stattgefunden hatte. Soweit ich auf den aktuellen Fotos sehen konnte, lief es am Mittwoch exakt genauso ab, wie vor fünf Monaten, nur mit etwas anderer Linden-Besetzung. Dennoch ist es natürlich gut, dass LL sowas erneut durchführt.

Und ganz am Ende wird auf einen Artikel im britischen Wired hingewiesen, auf den ich gleich noch in einem zweiten Beitrag eingehe.

Hier kann man sich die Sendung anhören, genauso wie auf der Seite zum Quellenlink:




Links:

Quelle: show #61: ranting with niran

Samstag, 28. März 2015

Fashion For Life 2015 - Impressionen

...
Ich hatte während der vergangenen Woche so gut wie keine Zeit für SL. Dennoch wollte ich mir die Regionen der Fashion For Life auch in diesem Jahr ansehen, denn was diesmal so aufgebaut wurde, kann sich wirklich sehen lassen. Also habe ich mir jeden Tag eine Region vorgenommen und gestern sogar drei, so dass ich heute ein paar Impressionen posten kann.

Was mich etwas gewundert hat ist, dass in diesem Jahr scheinbar kaum noch Besucher zu dieser Verkaufsmesse kommen. Zumindest nicht so zwischen 20 und 23 Uhr unserer Zeit. Mehr als fünf Avatare waren auf keiner der Regionen, die ich mir in den letzten sechs Tagen angesehen habe. Und auch von den Events scheint keiner in diesem Zeitfenster in der letzten Woche stattgefunden zu haben. Auf der anderen Seite hatte das aber auch wieder den Vorteil, dass ich null Lag hatte. Und auch mit 768 Meter Sichtweite konnte ich ganz gemütlich durch die Installationen ziehen.

Die Fashion For Life läuft jetzt noch bis Sonntagnacht 12am SLT (Montagmorgen 9:00 Uhr bei uns). Wer also selbst noch einmal etwas ansehen will, sollte es an diesem Wochenende machen. Einen Vorbericht mit allen Teleports, hatte ich hier bereits gepostet.

Bei meinen Impressionen schreibe ich nicht mehr viel Text zu den Fotos. Es ist halt eine Messe und es gibt viele Aussteller, leider zu 95% nur für Damenausstattung. Ich hätte mir gerne eine neue Jacke gekauft, aber ich habe einfach nix gefunden. Für die Fotos habe ich die meiste Zeit das normale SL-Windlight verwendet. Wo ich es etwas exotischer wollte, habe ich dann aber auch mal was anderes probiert. Da es doch eine größere Anzahl von Fotos ist, geht es nach den ersten drei Regionen auf der Unterseite weiter.


Tokyo

Begonnen habe ich meinen Rundgang auf Tokyo. Die Gestaltung ist zweigeteilt und es wurde auf der einen Seite eine moderne Großstadt und auf der anderen Seite das traditionelle Japan zu einem recht interessanten Mix vereint.

Tokyo modern...
...und traditionell
Im traditionellen Teil gibt es viele Bäume mit Kirschblüten in einem kleinen Park. Ebenso findet man auch ein klassisches, japanisches Teehaus. Überhaupt wurde auf jeder Region ein für die jeweilige Stadt typisches Gasthaus (Restaurant, Café, Diner, Teehaus, etc.) aufgebaut. Für mich waren das fast immer die Highlights auf jeder Region.

Teehaus
>> Teleport nach Tokyo

Milan

Nächste Stadt ist das italienische Mailand, das auf Englisch eben Milan heißt. Hier dominiert nur ein einziges Gebäude, das es auch im RL gibt. Und zwar nennt sich das Galleria Vittorio Emanuele II (RL-Foto). Der Nachbau in SL ist ziemlich gelungen. Vor allem haben die Aussteller hier eine richtig edle Präsentationsfläche erhalten.

Galleria Vittorio Emanuele II
Der Park vor der Galleria ist auch ganz nett
Auch hier habe ich mich am längsten vor dem Campari-Bistro aufgehalten, das bei einigen Windlights fast wie aus dem RL ausgesehen hat. Leider habe ich nur ein Foto mit einem weniger guten WL geschossen.

Wo is'n hier der Kellner?
Bistro
>> Teleport nach Milan

Paris

Von der Gesamtkulisse aller FFL-Regionen, hat mir Paris mit am besten gefallen. Kopfsteinpflaster, der Triumphbogen, schöne Altbauhäuser und natürlich auch ein französisches Café.

Wie wär es mal mit einem Racing For Life?

Gebaut wurde Paris von Kaya Angel, der ja kürzlich mit seinem Prunkvideo über Angel Manor für Aufsehen sorgte. Genau wie auf seinen eigenen Regionen, hat Kaya im angesprochenen Café ein klein wenig zu viel Specular bei den Materialtexturen verwendet. Aber alles in allem ist es dennoch sehenswert.

Café von innen
>> Teleport nach Paris

Nun kommt der angedrohte Wechsel auf die Unterseite. Bitte den nachfolgenden Link anklicken:

Freitag, 27. März 2015

[GOOD Magazine] - Second Life lebt weiter

Quelle: HyacintheLuynes auf Wikimedia Commons
Vor ein paar Wochen hatte ich schon einmal über einen Artikel aus dem GOOD Magazine berichtet, der sich dem Thema Second Life widmete. Allerdings wurde darin SL eher von einer Seite gezeigt, die nichts mit den aktuellen Möglichkeiten zu tun hatte. Dementsprechend kritisch waren auch die Kommentare zu diesem Bericht, der sich um das 365-Tage-Projekt des Künstlers Michael Green drehte. Aktuell wurden allein im GOOD Magazin dazu 123 Kommentare geschrieben.

Offenbar haben die Redakteure des Magazins das Interesse an diesem letzten Artikel auch bemerkt, denn gestern wurde wieder etwas zu Second Life veröffentlicht. Und das ist diesmal wirklich nicht schlecht. Zu Beginn geht es zwar so los, wie in fast jedem Artikel von Printmedien, die sonst über ganz andere Themen berichten. Aber dann bemüht sich Autor Mark Hay, relativ neutral und vor allem sachlich und fundiert zu schreiben.

In der zweiten Hälfte berichtet Hay darüber, dass Second Life noch immer sehr lebendig ist, dass es 2013 noch eine Millionen aktive Nutzer hatte und täglich bis zu 13.000 neue Accounts angelegt werden. Ebenso ist Hay der Ansicht, dass SL heute eine stabilere Bevölkerung habe als in den Hype-Jahren 2006 bis 2008. Der Grund, warum man heute nicht mehr so viel von Second Life in den Medien hören würde, läge darin, dass man dieser Plattform nicht mehr zuschreibt, den Leuten ein besseres Leben zu ermöglichen. Stattdessen sei SL heute eine einzigartige, attraktive Drehscheibe für global verteilte Subkulturen, die sich zusammenschließen. Und diese Gruppen erschaffen sich ihre eigenen Welten, in denen sie dann Rollenspiele betreiben oder mit ihren Ideologien eigene Gesellschaftsformen gründen.

Es wird aber auch das Problem angesprochen, dass Nutzer, die nur mal reinschnuppern und den Eingang in den "Kaninchenbau" nicht finden, auch schnell wieder raus sind aus SL. Wer nicht bereit ist, Zeit und Geld zu investieren oder Güter zu erstellen, dem wird schnell langweilig. Dem kann man wiederum entgegenwirken, wenn man nach aktiven Gruppen sucht, die das eigene Interessensgebiet oder die Weltanschauung teilen. Solche Gruppen in SL zu finden, sei gar nicht so schwer. Als sehr aktive Subkulturen werden Cyberpunk, Elfen, Furries, Goreaner, Steampunk, Star Wars, Satanisten, Wiccaner und verschiedene Fetishgruppen genannt. Zu den Fetishgruppen gehören viele Leute, die in ihrem realen Umfeld kaum Gleichgesinnte treffen und deshalb in einem weltweit erreichbaren Second Life ihren Vorlieben besser nachkommen können. Im Speziellen wird dann auch noch auf Gor eingegangen und zwar so intelligent, dass der Autor wohl selbst ein erfahrener SL-Nutzer sein muss.

Mark Hay ist der Ansicht, dass die Mitglieder solcher Subkulturen Second Life nicht so schnell verlassen werden. Denn etwas Vergleichbares gäbe es aktuell einfach nicht. Er spricht dann zwar auch den neuen Hype um Virtual Reality an, mit den ganzen Entwicklungen rund um Oculus Rift, HoloLens und Magic Leap, und dass die kommenden Plattformen grafisch wesentlich weiter sein werden als SL, aber das sei aus seiner Sicht noch Zukunftsmusik. Was wir heute bereits haben, ist Second Life.

Insgesamt ein guter Artikel. Er beleuchtet zwar auch wieder nur einen Teil von Second Life und lässt die Kunst-, Musik- und Charity-Szene völlig außer Acht. Aber bei den Themen die angesprochen werden, merkt man, dass der Autor nicht zur Copy & Paste Presse gehört. Dazu wurden auch ein paar Fotos in den Beitrag gepackt, die einfach das derzeitige Look & Feel von SL wiedergeben.

Quelle: Second Life is Staying Alive

Donnerstag, 26. März 2015

Ready Player One wird von Steven Spielberg verfilmt

Quelle: Commonreads.com
Heute haben viele Gamer- und Movie-Seiten im Web über die Meldung berichtet, dass Steven Spielberg den mit mehreren Preisen dekorierten Roman "Ready Player One" von Ernest Cline verfilmen wird. Das ist in sofern eine Meldung für meinen Blog, weil sich die Story um Virtual Reality dreht und ein Großteil des Romans in einem Metaverse spielt. In Deutschland hat dieses 2011 veröffentlichte Buch (noch) nicht so eingeschlagen, aber in den USA hat es bereits Kultstatus, ähnlich wie Neal Stephensons "Snow Crash".

Hier die kurze Einleitung von der Homepage zur deutschsprachigen Ausgabe des Romans:
Im Jahr 2044 hat die Welt für Wade Watts nichts mehr zu bieten. Und so flieht er – wie die meisten Menschen – in das virtuelle Utopia von OASIS. Hier kann man leben, spielen und sich verlieben, ohne von der bedrückenden Realität abgelenkt zu werden. Da entdeckt Wade in einem Game den ersten Hinweis auf einen unsagbar wertvollen Schatz, der in OASIS versteckt ist. Plötzlich ist Wade eine Berühmtheit, aber er gerät auch in das Visier eines Killerkommandos – in OASIS und in der realen Welt. Wade weiß, dass er diese mörderische Hetzjagd nur überleben kann, wenn er das Spiel bis zu seinem unvorhersehbaren Ende spielt!
Klingt eigentlich recht banal, aber diejenigen die es gelesen haben, sind der Ansicht, dass die gesamte Geschichte der Beschreibung eines Metaverse bisher am nächsten kommt. Auch Wagner James Au auf New World Notes ist der Ansicht, dass eine Verfilmung dieser Story den virtuellen Plattformen einen Schub geben könnte. Dazu kommt, dass der Film in etwa dann in die Kinos kommt, wenn die Oculus Rift als Konsumerprodukt erhältlich ist und auch SL2 und High Fidelity schon nutzbar sind.

Im ursprünglichen Quellartikel dieser Meldung auf Deadline/Hollywood ist man der Ansicht, dass es sehr darauf ankommen wird, wie Spielberg die Handlung innerhalb der virtuellen Welt auf die Leinwand bringt. Denn im Buch ist dies das Schlüsselelement der ganzen Geschichte. In der Folge werden dann im Artikel noch Möglichkeiten aufgeführt, die heute zur Verfügung stehen, um so eine virtuelle Realität zu simulieren und für einen Film zu nutzen. Also, warten wir mal gespannt auf den ersten Trailer, der aber dieses Jahr wohl nicht mehr erscheinen wird.

Links:

Burnal Equinox 2015: Balance - vom 27. bis 29. März

Quelle: BURN2
Die Organisatoren des BURN2-Festivals, das jedes Jahr kurz nach dem Ende des RL-Vorbilds Burning Man in Second Life stattfindet, veranstalten während des Jahres auch mehrere kleine Events. Eines davon ist das Burnal Equinox, das eigentlich zur Tagundnachtgleiche durchgeführt werden soll (dem Äquinoktium). Die war aber schon am 20. März, also ist das kleine Festival etwas spät dran.

Das Motto lautet in diesem Jahr "Balance", was als direkter Bezug auf die gleichlangen Tage und Nächte zu dieser Jahreszeit gedacht ist. Geboten wird ein buntes Programm auf der Burning Man Deep Hole Region, die auch beim großen BURN2 ein Teil des Playa-Geländes ist. Los geht es am Freitag, den 27. März um 10:00am SLT (18:00 Uhr MEZ) mit einem Silent Walk der Lamplighters über die Region, gefolgt von einem Drum & Dance der Gruppe Doob. Desweiteren gibt es Live-Musik, DJ-Parties und einen Tower Burn, bei dem der hölzerne Festivalturm zu DJ-Musik abgefackelt wird. Während dem gesamten Wochenende kann man sich auch eines der Artcars rezzen und über den Wüstenboden fahren.

Höhepunkt aus meiner Sicht, ist der Auftritt der ChangHigh Sisters mit ihrer Fireshow am Sonntag um 12:00pm SLT (21:00 MESZ), direkt gefolgt von einer Live-Performance der Gruppe DRUM. Wer die ChangHigh Sisters noch nicht gesehen hat, sollte sich das mal geben. Es lohnt sich. Hier ein paar Fotos, die ich bei einer ihrer Shows gemacht habe.

Alle weiteren Termine und Programmpunkte gibt es hier:
>> Burnal Equinox Event Kalender

Neben den ganzen Programmpunkten wurden auch eine Reihe von kunstvollen Installation auf der Region errichtet. Diese sehen fast alle bei Nacht-Windlight am besten aus. Hier noch drei Fotos vom diesjährigen Burnal Equinox:


 

>> Teleport zum Burnal Equinox

Weitere Teleports sind im Kalender zu jedem Programmpunkt extra angegeben.

Links:

Quelle: Burnal Equinox 2015: Balance